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Aid for Life Bericht für 2025

Sehr geehrte Unterstützer von Mitzva e.V.,
mit diesem Bericht möchten wir Ihnen unseren herzlichen Dank für Ihre außergewöhnliche Unterstützung und Ihr Vertrauen in dieser kritischen Zeit in Israel aussprechen.
Dank Ihrer Großzügigkeit kann Latet seine wichtige Mission fortsetzen: lebenswichtige und würdevolle Hilfe für Holocaust-Überlebende zu leisten, die von Armut und Ernährungsunsicherheit betroffen sind.
Heute unterstützt das ganzheitliche Aid for Life-Programm 1.700 Holocaust-Überlebende sowie weitere ältere Menschen in Armut in ganz Israel. Die Hilfe umfasst zwei monatliche Lebensmittelboxen (Trockenwaren und frische Produkte), persönliche Begleitung durch engagierte Freiwillige, paramedizinische Unterstützung sowie notwendige Hausrenovierungen. Darüber hinaus konnten – einschließlich einmaliger Unterstützungsleistungen – rund 3.800 Überlebende erreicht werden.
All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die Überlebenden ihre verbleibenden Jahre in Würde, Sicherheit und menschlicher Fürsorge verbringen können.
Mehr als zwei Jahre Krieg haben tiefe Spuren hinterlassen. Viele der Überlebenden leben unterhalb der Armutsgrenze oder in Hochrisikogebieten und kämpfen täglich darum, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Gleichzeitig sind sie denselben Gefahren ausgesetzt wie die übrige Bevölkerung – jedoch mit deutlich eingeschränkten Bewältigungsmöglichkeiten aufgrund ihres Alters und ihrer gesundheitlichen Situation.
Der alternative Armutsbericht 2025 von Latet verdeutlicht die Dringlichkeit:
  • 73,3% der unterstützten älteren Menschen leben in Armut
  • 34,4% leiden unter Ernährungsunsicherheit
  • 85,5% berichten von einer Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit seit Beginn des Krieges
Während Israel sich in Richtung Wiederaufbau und Erholung bewegt, bleiben diese Herausforderungen für viele Überlebende besonders akut.
Latet reagierte schnell als Ersthelfer, verteilte Notnahrungsmittel und Hygienepakete und stellte durch kontinuierliche Begleitung sicher, dass sich verändernde Bedürfnisse frühzeitig erkannt werden. Auch heute setzt sich die Organisation unermüdlich dafür ein, Überlebende sowohl im Alltag als auch in Krisenzeiten zu unterstützen.
Lebensverändernde Hilfe: Adelas Geschichte
Adela, eine Holocaust-Überlebende aus Bulgarien, erlebte bereits in ihrer Kindheit Angst, Hunger und Verfolgung. Sie erinnert sich, wie ihr Vater mit vorgehaltener Waffe bedroht wurde, während die Familie auf ihre Deportation nach Auschwitz wartete.
Heute lösen Raketenalarme in Israel diese traumatischen Erinnerungen erneut aus. Sirenen, Unsicherheit und Angst sind für sie keine neuen Erfahrungen – sondern schmerzhafte Wiederholungen der Vergangenheit.
Nun, da sie allein lebt, ist sie zusätzlich mit gesundheitlichen Herausforderungen und der emotionalen Belastung des Alters konfrontiert.
„Ich frage nicht gern. Aber ich weiß: Wenn es sein muss, muss ich mich melden. Ein Anruf – und jeden Monat erhalte ich Lebensmittelpakete.“
Neben lebensnotwendiger Versorgung erhält Adela vor allem eines: menschliche Nähe. Die Freiwilligen, die sie regelmäßig besuchen, sind für sie zu einer Art Familie geworden. Sie geben ihr Vertrauen, Halt und das Gefühl, nicht vergessen zu sein.
Mit großer Dankbarkeit beschreibt Adela Latet als einen bedeutenden Teil ihres Lebens – und äußert den Wunsch, selbst etwas zurückzugeben.
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Wesentliche Hausrenovierungen
Maya, eine Holocaust-Überlebende aus Aschkelon, war während des Krieges erneut starken emotionalen Belastungen ausgesetzt, da Sirenen vergangene Traumata wachriefen. Gleichzeitig erschwerten schwierige Wohnverhältnisse ihren Alltag erheblich.
Starke Feuchtigkeit und eine undichte Badewanne machten die Nutzung des Badezimmers zunehmend gefährlich. Das Risiko von Stürzen und Verletzungen war hoch.
Das Team von Latet renovierte ihr Badezimmer umfassend: Das Leck wurde behoben und die Badewanne durch eine sichere, barrierearme Dusche ersetzt.
Diese Maßnahme ermöglichte Maya ein Stück Selbstständigkeit, Sicherheit und Würde im Alltag zurückzugewinnen.
Momente der Würde und Verbundenheit
Im Rahmen der Partnerschaft mit L’Oréal nahmen 40 Holocaust-Überlebende aus Netanya an einem besonderen Verwöhntag teil.
Professionelle Haarschnitte, Maniküre, Gesichtspflege und Make-up schufen nicht nur äußere Veränderungen, sondern stärkten vor allem das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden.
Diese Momente zeigen: Würde, Selbstfürsorge und Schönheit kennen kein Alter.
Gemeinsame Erlebnisse wie diese schenken Freude, stärken das Selbstvertrauen und schaffen echte menschliche Verbundenheit – weit über materielle Hilfe hinaus.
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Licht verbreiten – Gemeinsam durch Chanukka
Während Chanukka engagierte sich die Latet Youth Initiative mit vielfältigen sozialen Aktionen. Junge Freiwillige besuchten Holocaust-Überlebende, verbrachten Zeit mit ihnen, aßen gemeinsam Sufganot und zündeten zusammen die Chanukka-Kerzen an.
Diese Begegnungen schufen Wärme, Nähe und echte zwischenmenschliche Verbindungen. Gleichzeitig wurde sichergestellt, dass die Überlebenden die Feiertage nicht allein verbringen mussten.
Für die Jugendlichen selbst waren diese Besuche eine prägende Erfahrung. Sie vermittelten Verantwortung, Mitgefühl und ein tiefes Verständnis für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
So wurde Chanukka zu dem, was es symbolisiert: ein Fest des Lichts – dort, wo es am dringendsten gebraucht wird.

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